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Samstag, 8. Februar 2014

Es tut mir leid

Ich will rennen.
Es tut mir leid.
Ich will schreien.
Es tut mir leid.
Ich will weinen.
Es tut mir leid.
Ich will ins Bad gehen und mein Essen auskotzen.
Es tut mir leid.
Das wäre das erste Mal.
Es tut mir leid.
Aber was, wenn es zum zweiten Mal kommt?
Es tut mir leid.
Oder zum dritten Mal?
Es tut mir leid.
Was wird mit meinen Zähnen passieren?
Es tut mir leid.
Am Dienstag bin ich meine Spange los.
Es tut mir leid.
Welche Verschwendung wäre es, meine Zähne dann kaputt zu machen?
Es tut mir leid.
Das ist es mir nicht wert.
Es tut mir leid.
Ich lass es lieber. Wird besser so sein.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ich so bin, wie ich bin.
So selbsthassend.
So verachtend.
So erniedrigend.
So verlogen.
So verbogen.
So grausam.
So manipulierbar.
So manipulierend.
Bin ich überhaupt manipulierend? Oder bilde ich mir das nur ein.
Es tut mir leid.
Dass ich so still bin.
So laut.
So lärmend.
So ein Trampel.
Dass ich manchmal einfach den Flugmodus reinmache.
In der Hoffnung, dass ich später Nachrichten bekommen.
Nachrichten, in denen gefragt wird, ob alles okay ist.
Was los ist.
Ob ich reden will.
Nichts passiert.
Absolut nichts.
Warum auch?
Wenn ich es mir doch anmerken lasse, bin ich widerlich.
"Was ist los?" - »Nichts«
"Sicher? Willst du reden?" - »Nein«
Kalt. Abweisend.
Es tut mir leid.
Ich will euch nicht das Gefühl geben, wertlos zu sein.
Oder schlecht.
Ich will euch nicht das Gefühl geben, ich würde euch nicht vertrauen.
Ich weiß doch, dass ihr euch so fühlt.
Und anstatt euch zu helfen und euch zumindest für eine Sekunde vom Gegenteil zu überzeugen, verstärke ich dieses Gefühl.
Es tut mir leid. 
Ich widere mich selbst an.
Ich will nicht mehr ich sein.
Ich bin nicht mal ich.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ich dir nicht mal ein kleines Zeichen gebe, wie schlecht es mir geht, C.
Aber ich habe Angst.
Das letzte Mal warst du so überfordert...
Das hat mich geprägt, weißt du?
Ich will nicht schon wieder der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Bevor das passiert, sterbe ich lieber unglücklich und allein.
Ohne Katzen.
Dann werde ich eben keine dieser 70-Katzen-keine-Menschen-Oma.
Es tut mir leid.
Ich will reden.
Aber es geht nicht.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ich euch so ins Gesicht lächle.
So voller Lügen.
Es tut mir leid, dass ich nicht einmal mein echtes "Gesicht" - das traurige - zeige.
Es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ich dich so sehr quäle, obwohl du mich so sehr liebst, geliebhasster Körper.
Ich will davor weglaufen und an einen Ort, an dem ich mich nicht entschuldigen muss.
An dem es ein "Es tut mir leid"-Verbot gibt.
Dieser Ort ist wahrscheinlich der Tod.
Aber bevor ich dahin gelange...
Davor muss ich euch allen etwas sagen:
Es tut mir leid.


































08.02.14

Gewicht: 36,1
BMI: 14,8
Eingenommene Kalorien: 240
Verbrannte Kalorien: 786
Restliche Kalorien: 0

Ich habe ganz bewusst, den "Kalorienteil", der normalerweise oben steht, hier unten hingeschrieben und auch ganz bewusst dieses "Loch" gemacht. Ich wollte meinen Text wirken lassen. Na ja.


Freitag, 7. Februar 2014

Ballettliebe

07.02.14

Gewicht: 36,1
BMI: 14,8
Eingenommene Kalorien: 395
Verbrannte Kalorien: 1770
Restliche Kalorien: 0

Ich war heute nicht in der Schule, da es mir heute morgen echt mies ging. Gegen Mittag war ich duschen und es ging mir besser.
Im Gegensatz zu gestern hab ich richtig viel gegessen...Klar, dass ich Angst davor habe, mehr zu wiegen. Aber nun ja. Ich habe eine Fanfiktion oder besser gesagt Geschichte gelesen und währenddessen richtig Lust auf Ballett bekommen. Da ich in letzter Zeit immer wieder mit dem Gedanken spiele, wieder anzufangen, war ich kurz davor, zu meiner Mutter zu gehen und sie darum zu bitten, mich dort anzumelden. Dann hab ich weitergelesen und der Wunsch verflog. Klar, eine Akademie ist was ganz anderes als die kleine Ballettschule, aber trotzdem. Ich selbst würde mir genug Druck machen. Aber nun ja. Dann lass ich es eben und mach ab und zu "alte" Übungen, bei denen die Gefahr, dass ich mir irgendwas reiße, gering ist. Oder ich fange doch wieder an...Ich schwanke so...Hm...Ich werde das Ganze nochmal überdenken.
Mir ging's übrigens so gut, dass ich mit meiner Schwester und ihren Freundinnen raus bin, weil die eine dieser langweiligen Rallyes gemacht haben und ich a) vom Essen fliehen und b) Kalorien verbrennen wollte. Morgen wird's trotzdem schlimmer, da gibt es nämlich Tiramisu und ich liebe Tiramisu. Vielleicht kann ich mir "hauptsächlich" davon ernähren und mich vor dem Abendessen verdrücken. Bei uns heißt es nämlich: "Essen ist dann fertig, ihr könnt euch was nehmen" und dann isst jeder, wann er will. Außerdem kann ich jederzeit in mein Zimmer gehen und meine Ruhe haben. Äußerst praktisch.
Ich hoffe, euer Tag war bezüglich Essen nicht ganz so schlimm wie meiner.

Magersucht oder Bulimie?

06.02.14

Gewicht: 36,3
BMI: 14,9
Eingenommene Kalorien: 100
Verbrannte Kalorien: 594
Restliche Kalorien: 0

Meine Stimme? Kalt. Monoton. "Ich habe Angst. Ich habe Angst davor, zu essen. Aber...ich habe Angst davor, nicht zu essen. Ich will nicht essen, weil ich dann zunehme. Ich will essen, nicht, weil mein Hunger so groß ist, sondern, weil ich Angst vor den Folgen habe. Ja, ich will dünner werden, aber ich will nicht mehr frieren. Ich will nicht noch mehr Haare verlieren. Ich will nicht, dass meine Nägel noch brüchiger werden. Ich will nicht irgendwann ständig umkippen. Ich will nicht, dass das alles auffällt und ich alles abbrechen muss." Kalt. Monoton. "Ich habe Angst. Ich habe Angst davor, zu atmen. Ich hab aber auch Angst davor, nicht zu atmen. Ich hab Angst davor, aufzustehen. Aber ich hab auch Angst davor, nicht aufzustehen. Egal, was ich tue oder denke oder tun will, soll, muss. Ich hab Angst davor. Aber ich hab auch vor dem Gegenteil Angst." Kalt. Monoton. "Ich komm mir vor wie jemand, der auf der Bühne steht und seinen Poetry Slam vorträgt. Nur, dass mir nicht hunderte Menschen zuhören. Sondern nur du und ich und die Stimme in meinem Kopf. Aber die Stimme steuert mich, also trage ich das hier nur dir und mir vor. Ich bin irre." Kalt. Monoton. Ich lasse Satz wirken und währenddessen wird mir klar, dass dieser sarkastisch gemeinte Satz vielleicht wahrer ist, als gedacht. "Scheiße. Ich bin irre. Ich habs geschafft. Wow. Ich hab mich selbst in den Wahnsinn getrieben."
Ich schicke die Sprachnachricht ab. Jetzt ist es raus. Was, wenn ich wirklich irre bin?
In den letzten Tagen haben ich immer wieder darüber nachgedacht, dass ich nicht anorektisch, sondern bulimisch bin. Immerhin beschränkt Bulimie sich ja nicht nur auf "Essen und danach wieder erbrechen". Bulimiekrank kann man auch sein, wenn normal isst und dann übermäßig viel Sport treibt. Ich hungere unter der Woche ja nur am Tagesanfang für 6-7 Stunden (mindestens), danach bin ich verhältnismäßig nur am Essen. Seit meiner "Magersucht oder Bulimie"-Antwort in Religion vom Mittwoch denke ich noch intensiver darüber nach. Das verwirrt mich.

Mir ist durchaus bewusst, dass es bestimmt Menschen gibt, die sagen: "Sie gehört zu diesen Möchtegernchicks" - Ich hasse dieses Wort, meine Klasse benutzt es. Und sie meint das ernst - und vielleicht bin ich das auch, so ganz ohne Diagnose. Aber vielleicht bin ich auch eines dieser "Möchtegernmöchtegernkids".

(Da ich krank bin (deswegen kommt auch der Post von gestern erst heute) und nicht an den Computer kann, schreibe ich den Post hier am Handy. Für auffällig viele Rechtschreibfehler entschuldige ich mich.)

Mittwoch, 5. Februar 2014

Traurig


Kein Frühstück. Das ist gut. Meine Schwester hat Geburtstag und wieder einmal frühstücke ich nicht. Ich überlege, es mal nach langer Zeit wieder zu tun, aber ich will nicht. Ich habe Angst, in der Schule kein Hungergefühl zu haben und/oder ich wieder anfange zu essen. Der erste Biss am Tag ist der schlimmste. Danach habe ich immer den Drang, zu essen, auch, wenn ich keinen Hunger habe. Also habe ich es gelassen. Und es war besser so.

In der Schule...Nun, da gibt es ein Mädchen, K., sie ist angeblich in einen Jungen "verliebt" (welcher an der Nachbarschule ist), der sie nicht kennt. Ich erzähle L., dass der Typ letztens ca. 50m an ihr vorbei lief und sie vollkommen ausrastete und immer wieder "OH MEIN GOTT ER RIECHT SOOOOO GUT" sagte.
 L. fängt an, zu lachen und dann meine ich: "Ich könnte der 'n halben Roman erzählen, was ich alles so mit dem Typen, in den ich verliebt bin, erlebt..." "Du bist verliebt?", fragt sie erstaunt. "Ja, schon über 'n Jahr.", sage ich und reiße mich zusammen, nicht heulend loszulachen. "Geht der hier an die Schule oder ist der drüben?" (Mit 'Drüben' ist die Nachbarschule gemeint.) "Er studiert.", sage ich und schäme mich irgendwie dafür. L. lacht und lacht. "Aber der war hier an der Schule", füge ich hinzu und kann mir das Lächeln nicht verkneifen. Es geht einfach nicht anders. Es ist ein trauriges Lächeln, weil ich daran denke, dass ich ihn abends sehen werde. L. beruhigt sich wieder. Es klingelt. Wir sprechen den ganzen Tag nicht mehr darüber. Das ist gut so, ich will nicht über ihn reden. Nicht heute. Heute ist kein guter Tag. Vor allem nicht, wenn es um M. geht. Es hat schon lange nicht mehr so weh getan.

Religion. Wir reden über's Fasten. Wir kommen kurz auf das Thema Magersucht. "Was ist das Gegenteil von extremen Übergewicht? Also, so schlimm, dass der Arzt sagt, dass man abnehmen muss?" Ich melde mich, sage: "Magersucht oder Bulimie." Mein Ton ist kalt. Normalerweise wird meine Antwort gegen Ende höher, wenn auch nur leicht, vielleicht bekommen die anderen das gar nicht mit. Aber bei diesen drei Worten bleibe ich monoton, kalt. Wir reden über's Heilfasten. Das ist perfekt! Sag deiner Mutter, du willst heilfasten! Dann kannst du hungern, ohne, dass es auffällt. Los!, schreit Ana. Keine schlechte Idee. Eigentlich. Aber...nein. Der Lehrer meint plötzlich: "Das ist in eurem Alter auch dringlichst abzuraten. Außer natürlich, der Arzt sagt sowas, weil ihr extrem übergewichtig seid. Aber wenn ich mich so umgucke...Nee, bei euch müsste jetzt keiner groß herrlich abnehmen" Automatisch krallen sich meine Finger in meinen Bauch, vergraben sich ins Fett. Die restliche Stunde über bin ich still. Ich will nicht reden.

Bio. S. sitzt neben mir. "Hast du eigentlich zugenommen?", fragt sie. "Ja...Seit gestern...", ich zögere, tue, als würde ich nachrechnen, ich will es nicht aussprechen, denn dann bedeutet es, dass es wirklich so ist. "200 Gramm", beende ich meinen Satz. S. sieht mich an und meint: "Ist doch gut?" Ich will sie anschreien. Die anderen sind auch verständnislos, wenn ich ihnen sage, dass ich zugenommen habe und dabei unglücklich aussehe. Aber sie sind irgendwie erleichtert.
 Früher hätte mein Kopf gesagt: Sie sind erleichtert, dass es dir schlecht geht, siehst du das? Aber inzwischen habe ich das in den Griff bekommen.
Ich kann inzwischen nachvollziehen, dass sie erleichtert sind. Jedes Gramm mehr bedeutet, dass mein Körper weniger kaputt geht, oder? Aber S...S. scheint sich dumm zu stellen. Ich will sie anschreien und sie fragen, warum sie so blöd ist.
Die ganze Stunde lang überlege ich mir einen Vergleich, um ihr klar zu machen, wie es sich anfühlt, wenn man auf der Waage steht und das Gewicht sieht. Wie schrecklich es ist, zugenommen zu haben. Ich habe einen gefunden (in Form von Noten - je höher die Note, desto schlechter. So ist es ja auch mit dem Gewicht.), konnte ihn ihr aber noch nicht zeigen. Das werde ich noch tun. Irgendwann.

Ich habe heute Spaghetti gegessen, zu Mittag. 70 kcal. Ich habe nicht vor, noch mehr zu essen, ich habe auch keinen Hunger. Aber dann...ich bin heute so traurig. So unendlich traurig, ich weiß nicht mal, warum. Aus lauter Frust esse ich ein paar Löffel Nutella. Pur. 82 kcal. Vielleicht weniger. Wenn es weniger sind, ist das okay. Sogar besser. Aber nun ja. Ich habe Angst, M. zu sehen, denke immer wieder an das Gespräch in der Schule, rufe mir jede einzelne Berührung mit ihm ins Gedächtnis, spüre sie immer noch. Ich habe Tränen in den Augen, als ich daran denke, wie er mir damals mit seinen Fingern in die Seite gestochen hat. Das war die wohl "intimste" Berührung bisher. Diese Erinnerung tut am meisten weh, vor allem, weil das das einzige Treffen war, nachdem ich so vollkommen benebelt vor Glück war, dass ich mich sogar für seine Freundin gefreut habe. Ja.

M. ist nicht da. "Der sitzt daheim und lernt...angeblich", sagt sein Freund und Nachbar P. "Oder er skypet mit seiner Freundin." Er lacht. Das war's. Nein. Wie kann er das nur sagen? Und dabei lachen? Ich will weinen, schreien, gehen. Ich will weg. Alles in mir tobt. Aber ich bleibe ruhig. Lächle. Tu so, als wäre alles okay. Nein, es tut nicht weh, mir vorzustellen, wie er seine Freundin anstrahlt und ihr lachend "I love you, babe" sagt. Warum sollte es auch wehtun? Oh ja, richtig. Da waren ja Gefühle. Ups, wie konnte ich das nur vergessen. Meine Gedanken triefen vor Sarkasmus, um mich vor einem Zusammenbruch zu schützen. Es klappt. Sollte ich mir merken.

Jetzt sitze ich hier und habe zwar keinen Hunger, stehe aber wieder vor'm Frustfressen.
Ich habe Halsschmerzen, das wird meine morgige Ausrede sein. Dann muss ich allerhöchstens Suppe essen und die hat ja wenige Kalorien.

Mir wird gerade bewusst, wie grausam ich zu meinem Körper bin. Er liebt mich. Er sorgt dafür, dass ich nicht an 'ner Erkältung sterbe und repariert gebrochene Knochen. Und was mach ich? Hasse ihn. Quäle ihn. Ich würde ja versuchen, wieder gesund zu leben, aber dazu habe ich zurzeit wahrscheinlich keine Kraft.

Der Tag ist deprimierend. Und das bin ich auch. Traurig. Fertig. Müde.

Regulär


05.02.14

Gewicht: 36,5
BMI: 15,0
Eingenommene Kalorien: 152
Verbrannte Kalorien: 299
Restliche Kalorien: 0

Ich werd' noch die 130 Sit-Ups von der Challenge machen und anstatt hier drunter zu schreiben, mach ich einen Extra-Post. Erscheint mir irgendwie passend.

Dienstag, 4. Februar 2014

Morgen


04.02.14

Gewicht: 36,4
BMI: 14,9
Eingenommene Kalorien: 162
Verbrannte Kalorien: 493
Restliche Kalorien: 0

Ich hab heute fast nur Salat gegessen. Fast keine Kalorien, trotzdem fühl ich wieder mal so voll. Das ist so ekelhaft.
Meine Freundin hat heute Geburtstag, ich hab ihr einen Hogwartsbrief geschickt und sie sagte zu mir, dass das das beste Geschenk sei. Das hat so gut getan, vor allem, weil sie eine Art zweite Mutter für mich ist (sie ist 2 Jahre älter als ich) und ich hab es echt gebraucht.
Apropos Geburtstag. Meine Schwester hat morgen Geburtstag. Das bedeutet: Essen. Genauer gesagt Kuchen. Und das wiederum bedeutet Kalorien. Viele Kalorien. Aber mit der Familie (Oma, Opa, usw.) feiern wir erst am Samstag...Noch schlimmer. Na ja, wenigstens kann ich morgen für 1 1/2 Stunden entfliehen, Gruppenstunde. Allerdings...Dann sehe ich M. wieder. Ich will ihn nicht wiedersehen. Ich habe Angst, zusammenzubrechen. Vor seinen Augen. Dann werde ich noch viel hässlicher. Dann muss ich ihm vielleicht alles erzählen. Nicht, weil er mich drängt, sondern, weil mein Herz es verlangt. Davor habe ich Angst. Andererseits will ich ihn sehen. Mehr als alles andere. Am besten wäre, man könnte den Tag einfach überspringen...
Muss ich meine Angst, morgen mehr zu wiegen, eigentlich noch erwähnen? Ich glaube nicht. Oh und morgen hat meine Schwester wieder später Schule...Heute hatte ich Glück, aber ob das morgen wieder so sein wird...?

Montag, 3. Februar 2014

Soll ich lieber hungern?


03.02.14

Gewicht: 36,3
BMI: 14,9
Eingenommene Kalorien: 283
Verbrannte Kalorien: 395
Restliche Kalorien: 0

Fett. Aufgebläht. Widerlich. So fühl ich mich.
Heute waren 2 Klassenkameradinnen direkt nach der Schule da, ich musste mehr Essen als sonst und dann haben sie mich indirekt auch nur zu Schokolade gezwungen...Am liebsten hätte ich das alles wieder ausgekotzt, aber das wäre aufgefallen. Sie haben mich dann auf meinen Zusammenbruch angesprochen und am liebsten hätte ich die Schokolade aus dem Fenster geworfen. Immerhin haben sie gemerkt, wie unangenehm mir das ist und ich musste nichts erzählen.
Ich war dann die ganze Zeit immer wieder am Essen, ich hab das Gefühl, ich hab irgendwas vergessen, einzutragen, das sind irgendwie zu wenig eingenommene Kalorien...Hm.
Meine Mutter meinte vorhin zu mir: "Was'n los mit dir? Du bist heute so verfressen, hahaha" Meine Antwort war: "Soll ich lieber hungern?" Ja, verdammt! Hungern! Hungern! Hungern! Hungern! schrie Ana. Schön, dass sie sich auch mal wieder meldet, sie war überraschend lang leise, hat mich aber irgendwie trotzdem am Essen gehindert...
Ich hab abgenommen, nur 100 Gramm, aber trotzdem. Ich fühl mich so fett, habe Angst, morgen wieder mehr zu wiegen. Ich habe mein Maßband verlegt, meine Schwester hat morgen zur zweiten - keine "mamafreie" Minuten. Wenn ich Pech habe, muss ich mit Ungewissheit leben - oder Durst, weil ich dann nichts in der Schule trinken und mich nach der Schule wiegen werde, falls ich dazu komme. Fuck.
Mir fällt gerade auf, dass ich immer öfter und immer derber fluche. Kein Schimpfwort ist mir schlimm genug und nichts scheint wirklich zu passend. Ups.
Ich hör' auf zu Bloggen, ich hab so Bauchschmerzen, fühl mich so vollgefressen und werde jetzt noch ein paar kleine Workouts machen, dann verbrenn' ich noch ein paar mehr Kalorien.

Sonntag, 2. Februar 2014

Nico // Ekelhaft


02.02.14

Gewicht: 36,4 // Bauch: 60,5 cm; Oberschenkel: 43 cm
BMI: 15,0
Eingenommene Kalorien: 153
Verbrannte Kalorien: 990
Restliche Kalorien: 0

Ich habe versagt. Zugenommen. Über ein Kilo. Ich bin so ekelhaft.
Eine Klassenkameradin hat mir geschrieben. Erst dieses "Hey, wie geht's dir?" Es ist eine von denen, die von Ana wissen. Ich hoffe, dass sie nachfragt, ob ich wieder normal esse. Ob es mir gut geht. Nein, tut sie nicht. Sie will nur die Englischhausaufgaben haben. Ihr "Interesse" vor ein paar Wochen war also nur ein Momentinteresse. Erst will ich ihr ins Gesicht spucken, dann erinnere ich mich daran, dass nicht sie zum Kotzen ist, sondern ich.
Ich hab gestern Nico geschrieben.
 Nico und ich haben im Sommer geschrieben. Ich kenne seinen Namen und seine Vorliebe für Snickers und Katzen. Ich weiß, wie er aussieht. Und das war's. Ich weiß nicht, wie alt er ist, aber ich schätze ihn auf 16-19. Wie auch immer. Ich habe im Sommer ständig die Kontrolle über mich verloren (was auch irgendwie ein bisschen Einfluss aus mein Essverhalten hat, denke ich), bin ausgerastet. Ich hab keine Teller oder so rumgeschmissen, ich bin meiner Familie gegenüber ruhig geblieben, meine Freundinnen/Freunde haben das alles abbekommen ("BOAH DANN GEH DICH DOCH UMBRINGEN DU SCHEISSMISTSTÜCK" Die Kontrolllosigkeit ist keine Entschuldigung für diese Worte, ich weiß) und dann meinte er einmal, wie schön meine Augen doch seien. Ich hab ihm nicht geglaubt, ihn "angeschrien" (=in Capslock geschrieben), dass ich die ganzen Lügen leid bin und dass ich weiß, dass ich hässlich bin usw. Da meinte er, er hätte für sowas keine Nerven und hat den Kontakt abgebrochen.
Er hatte damals Kik extra für mich runtergeladen, die Nachricht kommt nicht an, wahrscheinlich hat er es gelöscht. Meine Freundin, die das Ganze verfolgt hat, hat gemeint, er wäre in mich verliebt und ich würde mich wahrscheinlich auch früher oder später in ihn verlieben (hab ich nicht) und irgendwie fühle ich mich deshalb verarscht, verraten, bin verletzt. Es fühlt sich irgendwie wie Liebeskummer an, ich glaube, so ungefähr fühlt es sich an, wenn man mit jemandem Schluss macht - und das obwohl ich ja weder in ihn verliebt bin, noch, dass wir zusammen waren. Er hat mir nicht die Möglichkeit gelassen, wieder Kontakt zu ihm aufzunehmen. Das verstärkt das "Ich bin so ekelhaft, igitt"-Gefühl. Ich glaube, ich werd' gleich wieder heulen. Oder fressen...Dann werde ich noch fetter...Macht ja jetzt auch keinen Unterschied mehr. Widerlich bin ich schon genug.

Gedankenmeer


Ich bin in einem Meer voller Gedanken. Ich ertrinke. Ich gehe unter. Ich verschlucke meine Gedanken, will sie auswürgen, aber stattdessen ersticke ich fast daran. Ich bin einigermaßen gut im Schwimmen, aber mein Gedankenmeer ist so aufgewühlt und schwarz, dass ich keine Chance habe.














Einsam


01.02.14

Gewicht: 35,1 // Bauch: 59 cm, Oberschenkel: 42,5
BMI: 14,4
Eingenommene Kalorien: 399
Verbrannte Kalorien: 1815
Restliche Kalorien: 0

Ich habe angefangen, meinen Bauchumfang und meinen Oberschenkelumfang mit dem Maßband zu messen, falls ich die Waage mal nicht benutzen kann. Das bedeutet zwar, dass noch mehr Zahlen in mein Leben kommen, aber das ist es mir wert. Und ja, das ist nicht ganz so genau wie die Waage, aber...egal.
Ansonsten...ich fühle mich einsam. Ich erzähle den Menschen, die ich liebe, dass sie geliebt werden, weil auch sie sich ungeliebt fühlen. Ich sage ihnen, wie sehr sie geliebt werden und fühle mich selbst ungeliebter denn je.
Traurig bin ich auch. Mir ist heute mal wieder klar geworden, wie traurig es ist, dass Kalorien so eine wichtige Rolle eingenommen haben. Ich will die Kalorien Kalorien sein lassen, aber gleichzeitig will ich keine einzige Kalorien zu mir nehmen...Hin und her, verdammt.
Ich hab auch mal wieder Angst, zuzunehmen...Mist. Der Post ist heute etwas kürzer, ja, aber ich bin so fertig, ich will nicht wirklich bloggen, ich tu's trotzdem, um mich abzulenken...Hm...
Schönes Restwochenende noch :)