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Sonntag, 8. März 2015

Gefühlstrommel

Ausschnitt Chatverlauf mit C. Nr. 1
Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst. Angst.
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Ausschnitt Chatverlauf mit C. Nr 2
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Ausschnitt Chatverlauf mit C. Nr 3
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Übrigens tut es mir leid, dass ich zurzeit nicht wirklich Kommentare antworte. Das liegt entweder daran, dass ich nicht angemeldet auf Blogs zugreifen kann oder schlichtweg einfach nicht weiß, was ich schreiben soll. Da wir schon beim Thema Kommentare sind, habe ich die anonymen Kommentare wieder zugelassen (sollte das jemand nicht mitbekommen haben), da ich es irgendwie unfair fand, anderen nicht die Chance zu geben, anonym zu sein, während ich selbst anonym bin.

Freitag, 6. März 2015

Berlin

Hast du jetzt zwei Tage lang nichts gegessen? 
- Nö.

Bitte iss was. Guck mal, nur das hier. Nur ein Smartie.
- Nein. Ich kann nicht.
Bitte.


Du kannst doch jetzt fünf Tage lang nichts essen!
- Was soll ich denn machen?


Immer wieder diese Dinge, die sie mir in Berlin gesagt haben. Immer wieder tauchen sie in meinem Kopf auf. Die drei Sätze (plus meine Antworten) oben waren nur Beispiele, irgendwie stimmen mich allein die stimmlosen Wiederholungen in meinem Kopf traurig und wütend - aber hauptsächlich traurig.

Und dann, dieser eine Satz, nach Berlin:

»Und...du kannst dann einfach nicht vor anderen essen?«
- Ja, so ungefähr.

Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie habe ich mich über den verwirrten Nach-Berlin-Satz mehr gefreut als über das besorgte dritte Beispiel, das ich mehr als nur einmal zu hören bekommen habe.
Vermutlich sollte ich versuchen, die Berlin-Gedanken einfach zu verdrängen, es ist immerhin ca. ein halbes Jahr her. Stattdessen starre ich immer wieder das Bild meiner Beine auf dem Klassenfoto an.

Man sieht nicht alles, weil ich lange
Pullis einfach zu sehr liebe, aber ich
finde sie trotzdem mehr als zu dick...

You



you can't have me, no
like i have you

Ich weiß nicht mal mehr, an wen ich denken soll, wenn ich dieses Lied höre. So viele Menschen, auf die das zutrifft. Zu viele. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mal das Recht habe, diese vielen Menschen zu kennen. Dass ich mich nicht entscheiden kann. Dass ich nichts mehr auf die Reihe kriege, nie wieder.

Donnerstag, 5. März 2015

Traurigkeit

»Weißt du, in mir drin, da ist so eine unendlich schwere Traurigkeit, dass ich das Gefühl habe, erdrückt zu werden. Ich bin wie einer der Buchcharaktere, die alle lieben und so aufregend und interessant finden, die jeder so gerne sein oder in seinem Leben haben will, die jeder bewundert, weißt du? Die trinken, rauchen, Drogen nehmen, auf Dächer rum sitzen, Schule schwänzen, rumvögeln und einfach nur todtraurig sind. Ich hasse das. Ich hasse diese Charaktere. Sie sind so…langweilig. [...] Die Leute sagen immer, dass Traurigkeit wie ein tiefes, schwarzes, unendliches Loch ist, das einen gnadenlos verschlingt. Aber…ich bin wie ein altes, kaputtes Schiff, das in einen Hafen anliegt und das niemanden zu gehören scheint. In mich sickert Wasser, so langsam, dass die Leute erst merken, dass ich untergehe, wenn es schon zu spät ist und ich schon halb unter Wasser stehe und niemand mehr etwas tun kann.« 
Zugegeben, das mit dem Buchcharakter ist etwas übertrieben, das einzige, das zutrifft, ist der "todtraurig"-Teil, aber was soll's.

Ich starre die Worte an, kann es immer noch nicht glauben, dass ich meine eigenen Gedanken einfach einem meiner Charaktere schenken, weil ich weiß, dass es dann weniger lächerlich rüberkommt. Wenn ein fiktiver Charakter das sagt, ist es okay, dann kommt es nicht so aufmerksamkeitssuchend rüber, dann ist es irgendwie...besser. Dann komme ich nicht so aufmerksamkeitssuchend rüber. So einfach ist das.

Montag, 2. März 2015

Feuerhaut

Triggerwarnung!!!

Seit drei Tagen bin ich "umgestiegen", was das extrem geringe SVV, das ich an den Tag gelegt hatte, angeht: Anstatt solange auf meinen Körper einzuschlagen oder auf mir herum zubeißen, bis Flecken beziehungsweise Abdrücke entstehen, habe ich immer wieder die Schere in der Hand, "kratze" auf meiner Haut "herum", bis meine Haut wie Feuer brennt. Es bleiben hauptsächlich rote Flecken, aber sie bleiben. Ich bin enttäuscht von mir selbst, dass es immer schlimmer und häufiger vorkommt, dass ich mich selbst verletze. Gleichzeitig bin ich...stolz darauf, dass ich das Versprechen gegenüber C., mich nicht zu schneiden, immer noch nicht gebrochen habe. Ich bezweifle, dass ich bereits jetzt süchtig danach bin, aber ich bin mir sicher, dass ich das früher oder später sein werde, ich bin recht suchtanfällig. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich mich fühlen soll, aber ich denke, ich werde davon meiner Therapeutin nichts erzählen, zumindest vorerst. Erst, wenn ich das Gefühl habe, süchtig zu sein - wenn überhaupt.
Ich habe das Gefühl, verrückt zu werden.



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Manches erkennt man nicht so gut, ver-
mutlich ist das auch besser so...

Sonntag, 1. März 2015

Immer wieder

»Ich würde dich gerne vermissen, weißt du.«

Immer wieder huschen meine Augen diese paar Worte entlang, immer wieder brechen sie mir irgendwie das Herz. Ich fühle mich taub, starre ins Leere. Ab und zu weine ich kurz, habe das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, aber dann gewinnt das Taubheitsgefühl wieder. Der Vorgang passiert ein paar Mal. Ich weiß nicht mal, warum ich weine. Vielleicht, weil Souli mich aus ihrem Leben verbannt hat, für immer, endgültig. Vielleicht, weil sie mir deutlich gesagt hat, dass sie mich nie wieder in ihrem Leben haben will, mit zwei einfachen Worten: »Antworte nicht.« Vielleicht, weil ich nicht loslassen und abschließen kann, mich immer wieder an Vergangenes klammere. Vielleicht, weil ich in den fast zwei Souli-freien Jahren immer noch fest daran glaubte, dass wir trotz des Kontaktabbruches Seelenverwandte seien. Vielleicht, weil ich plötzlich das Gefühl habe, dass ich nicht mehr komplett bin. Ich habe nie an Sätze wie "Du füllst mich aus", "Du machst mich komplett", "Durch dich fühle ich mich ganz", "Du bist meine bessere Hälfte" geglaubt, aber als meine Augen die Worte Ich würde dich gerne vermissen, weißt du treffen und mein Gehirn diese verarbeitet, auseinandergenommen, zusammengesetzt und schließlich analysiert hat, habe ich das Gefühl, dass ein riesiger Teil plötzlich verschwunden ist. Es ist nicht dieses Gefühl von langsamen Absterben, nicht dieses Gefühl, wenn das Herz bricht. Es ist ein Gefühl, dass einem für einen Moment den Atem raubt, einen für einen Moment schwindelig werden und einen schließlich verwirrt, zerrissen, traurig, wütend, einsam und verletzt zurückbleiben lässt. Dieses Gefühl überkommt mich immer wieder, immer wieder will ich schreien und mit irgendjemandem darüber reden, aber ich kann nicht. C. wirkt zurzeit nicht so, als ob sie groß reden wollte, egal, ob es wichtig ist oder nicht. Z. kann ich im Moment auch total vergessen. Als mir die Seite anzeigte, dass ich eine neue Nachricht erhalten hatte, hatte ich zu Zittern begonnen, war hin- und hergerissen zwischen sofort Öffnen und mich für ein paar Tage besinnen, ob ich die Nachricht wirklich lesen wollte, war den Tränen nahe und habe dann Z. eine Sprachnachricht auf WhatsApp geschickt, obwohl ich das eigentlich nicht wollte, immerhin scheint sie in letzter Zeit seeeeehr viel Zeit für sich zu brauchen. Die Sprachnachricht hat sie eiskalt ignoriert und sich lieber ihrem selbstgemachten Kraftklub-T-Shirt zugewendet, zu dem ich etwas sagen sollte. Meinen Eltern müsste ich die komplette Geschichte erzählen und das will ich nicht.

Also sitze ich hier, kämpfe gegen die Taubheit an, versuche, die Wellen der "Anfälle", die ich habe, wenn ich wieder an ihre Worte denke, zurückzudrängen und schweige. Natürlich, ich blogge gerade darüber, aber es aufzuschreiben und es auszusprechen ist ein Unterschied.
Immer wieder ihre Worte in meinem Kopf, so laut, dass sie mich sicherlich eines Tages umbringen werden. Und immer wieder der Gedanke: Ich bin es nicht mal wert, vermisst zu werden. Natürlich hatte Souli ihre Gründe, diese hat sie mir auch genannt und sie ergeben alle Sinn. Aber darf man denn niemanden mehr aus dieser Zeit vermissen, nur, weil man mit eben genau dieser Zeit abgeschlossen hat? Immer wieder diese Frage und dieser schwere, schwarze Gedanke, dass ich nicht mal wertvoll genug bin, vermisst zu werden. Immer wieder...

Samstag, 28. Februar 2015

Vermisst du mich manchmal?

»Und die wichtigste Frage: Vermisst du mich manchmal?«

Noch während ich die komplette Nachricht tippe, die mit den oben stehenden Worten endet, merke ich, wie mir kalt wird - oder besser gesagt noch kälter, als mir sowieso immer ist. Ich spüre, wie meine Füße und vor allem Finger taub werden, mein Herz schneller Blut durch meine Adern und fängt an, zu schmerzen. Ich kenne diese Schmerzen bereits, aber noch nie waren sie so unerträglich. Für einen Moment sitze ich da, lese die Nachricht wieder und wieder, beiße auf meinem Finger herum, so sehr ringe ich mit mir, sie abzuschicken oder nicht. Ich schließe die Augen, atme kurz tief durch, dann schicke ich die Nachricht ab.
Panisch schließe ich das Fenster und versuche, mir einzureden, dass ich mir die Nachricht an Souli nur eingeredet und sie nicht geschrieben und erst recht nicht abgeschickt habe. Aber ich weiß, dass es wahr ist. Ich kann nicht mehr richtig denken, immer wieder schwanke ich zwischen "Es ist gut so" und "Was habe ich getan?". Eine weitere Hin-und-Her-Reißerin, zusätzlich zu der F.-Situation und der Klinik-Ja-Nein-Entscheidung. Ich bin es leid, immer so hin und her gerissen zu sein.

Benommen

F. verwirrt mich. Einerseits wendete er sich ständig von mir, konzentriert sich hauptsächlich auf L., wenn wir die Pause zusammen verbringen. Andererseits beobachtet er mich. Nahezu durchweg. Noch vor einiger Zeit hätte ich irgendwas reininterpretiert, von wegen, er würde sich in mich verlieben und die Tatsache, dass er eine Freundin hat, einfach ignorieren. Aber das hab ich hinter mir gelassen, weil inzwischen nicht nur mein Kopf, sondern auch mein Herz, verstanden hat, dass sowas absolut unrealistisch ist. Nicht nur, weil ich mich schrecklich finde bin, sondern auch, weil er eben eine Freundin hat. Das ist Fakt und an Fakten lässt sich nun mal nicht rütteln.

Das beschäftigt mich so sehr, dass ich nicht mehr richtig schlafen kann. Nichts bereitet mir mehr Unruhe als Menschen, die so widersprüchlich sind, zumindest mir gegenüber. Ich denke nicht, dass ich mir da irgendwas kaputt denken könnte, abgesehen von mir. Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich langsam, ganz schleichend, selbst in winzig kleine Stücke kaputt denke. Irgendwie ist das okay, zumindest jetzt. Diesen Rausch, den ich vor ein paar Tagen bereits beschrieben habe, ist nun intensiver, die Vorfreude noch größer - aber ich weiß, dass ich, sobald ich mich selbst in Trümmern gedacht habe, mehr als unglücklich sein werde. Und auch, wenn dieser Rauschzustand und diese Vorfreude mich ganz benommen machen, hoffe ich, dass er möglichst lange andauert und gleichzeitig schnellstmöglich vorbei ist - damit alles ein Ende hat.

Ich denke immer wieder darüber nach, einfach meiner Therapeutin den Blog zu meinem Link zu geben, einfach, um nicht mehr reden und nichts mehr erklären zu müssen, denn schriftlich fällt es mir leichter, die Dinge so auszudrücken, wie sie eben sind. Gleichzeitig weiß ich, dass das wohl keine Lösung wäre. Dadurch werden die Dinge schließlich auch nicht besser, niemals.

Freitag, 27. Februar 2015

Zu viel

Ich rede zu viel.
Ich esse zu viel.
Ich denke zu viel.
Ich wiege zu viel.
Ich weine zu viel.
Ich blogge zu viel.
Ich liege zu viel rum.
Ich habe zu viele Ausreden.
Ich habe zu viele Sehnsüchte.
Ich habe zu viele Träume.
Ich habe zu viele dumme Ideen, die einfach nur lächerlich sind.
Ich habe zu viele Menschen verloren, zumindest für meinen Geschmack.
Ich habe zu viel Traurigkeit in mir.
Ich habe zu viel Schlechtes gesagt.
Zu viel.


Einfach 
zu 
viel.

Donnerstag, 26. Februar 2015

L.

L. stellte für mich irgendwie immer eine Art Bedrohung dar. Sie war ist schöner, beliebter, freundlicher, liebenswerter, besser (nicht nur schulisch, sondern allgemein) als ich. Es gibt Tage, an denen ich sie dafür so sehr verabscheue, dass ich ihre bloße Anwesenheit nicht ertrage. An anderen Tagen ist es nicht so schlimm, an solchen Tagen verdränge ich einfach diese Gedanken mit Leichtigkeit. Das hat die letzten Wochen gut geklappt, obwohl sie mich - wenn auch unbewusst - immer wieder verletzt hat. Sie hat mich stehen lassen und sich lieber K. - oder wem auch immer - zugewendet.
Was mir "gehörte", nahm sie mir früher oder später weg und das tut sie heute noch. Ich denke nicht, dass sie das absichtlich macht oder es überhaupt bemerkt, aber es ändert dennoch nichts an der Tatsache, dass ich immer wieder zu sehen muss, wie "meine" (nicht materiellen!) Dinge von ihr eingenommen werden. Das Ganze ging eine Weile gut, bis Montag. Seitdem hängt sie sich nahezu an F. ran - nicht im Sinne von ranmachen, sondern auf eine Art, wie man es bei (guten) Freunden macht. Kaum zu glauben, dass sie noch vor den Ferien meinte, dass sie ihn seltsam fände. Montags - als es auch noch nicht so schlimm war - war mir das noch egal und dienstags zum größten Teil auch - nach der Freistunde dann nicht mehr. Das mag sich vielleicht besitzergreifend oder eifersüchtig anhören, aber das bin ich keinesfalls. Ich hatte nur dienstags endlich wieder Hoffnung geschöpft und seitdem wird es mit Minute zu Minute schlimmer, zumindest kommt es mir so vor, aber ich bestreite nicht, dass die Möglichkeit der Einbildung besteht. Jetzt bin wieder mal die, die nur mit den anderen redet, weil sie Zeit mit L. verbringt. Ich habe mich dran gewöhnt, aber weh tut es trotzdem. Dass F. und L. jetzt so viel Zeit verbringen, zeigt sie auch. Gestern meinte ich noch, dass ich mir vorstellen könnte, dass einige ihn nicht mögen könnten, da er doch G. etwas ähnelt und als Antwort bekam ich ein "Der ist privat aber ganz anders", in einem Ton al á "Du hast ja gar keine Ahnung, halt die Fresse, ich weiß es besser als du", was mich dann doch etwas aufgeregt hat.
Versteht das nicht falsch, L. ist eine wirklich gute Freundin, aber diese Dinge bringen mich manchmal innerlich echt um.

Meine allerletzte Hoffnung ist G. und dass L. ihn mir nicht "streitig" machen wird, weiß ich genau, denn sie können sich einfach nicht leiden. Vielleicht ist das der Grund, warum mir G. in letzter Zeit immer sympathischer wird. Eigentlich wollte ich G. fragen, ob wir uns nicht vielleicht mal Treffen könnten (nachdem ich mich gegen "Lass mal was zusammen machen" entschieden hatten, weil das implizieren würde, dass er mich auch mag, ich das aber nicht mal genau was, fiel meine Wahl auf "Hast du mal Bock, was zusammen zu machen?", aber ich hätte noch ein "Also, wenn's dir nicht passt, sag lieber direkt Nein, anstatt irgendwelche Lügen zu erfinden, ich komm damit klar, wenn die Leute mich scheiße finden" hinterher geschoben, einfach, um sicher zu gehen.), aber als ich ihn dann fragen wollte, war er plötzlich weg. Ich hoffe, es klappt morgen, denn ich würde das "erste Treffen" gerne möglichst schnell "erledigt" haben, bevor ich wieder den Schwanz einziehe und mich nicht mehr traue.