"M?" Ein fragender Blick seinerseits. "Was ist eigentlich mit deinem Ring?" "Hm?", fragt er nach. "Dein Ring. Was mit dem ist." "Der ist weg." Sie haben sich nicht getrennt. Er hat ihn einfach nur verloren. Oder er ist kaputt. "Der ist weg", wiederholt er, dann fügt er ein "Wir haben uns getrennt." dazu. Ein "Oh, ach so", meinerseits, ich versuche, meine Freude zu unterdrücken, mache dazu zwei, drei Schritte aus dem Zimmer raus und in den - Gott sei Dank - dunklen Flur, ehe ich mich umdrehe und sage: "Tut mir leid". Er antwortet "Schon okay", ich nicke, gehe endgültig und kann mich vor Freude kaum zurückhalten, ich weiß bis jetzt nicht, wie ich das geschafft habe. Seitdem frage ich mich: Bin ich ein schlechter Mensch? Ich weiß, es ist normal (ist es doch?), dass man sich darüber freut, wenn derjenige, denn man mag, "zu haben" ist, trotzdem lässt mich der Gedanke Du freust dich darüber? Obwohl du weißt, dass es ihn traurig macht oder zumindest gemacht hat? Dir ist klar, dass dich also indirekt darüber freust, dass er traurig ist? nicht mehr los. Beides ergibt irgendwie Sinn, jetzt bin ich verwirrt.
"Wahrheit oder Pflicht?" Ich hasse dieses Spiel. "Wahrheit", sage ich. "Wen aus der Klasse magst du am wenigsten?", fragt K. "Eehh" - ich kenne die Antwort - "Mich eingeschlossen?" "Äh...joa.", antwortet K. "Dann mich." "Hä?", gibt L. von sich. Für einen Moment habe ich den Drang, hemmungslos zu lachen. Der Satz Ich glaube, ich verstehe Magersucht fällt mir ein. Mir war schon damals klar, dass sie das nicht verstehen. Sowas versteht man nicht einfach so. K. fragt nach, warum ich mich am wenigstens mag. "Na ja, ich hab ein paar schlimme Sachen zu Menschen gesagt, die mir total wichtig sind. Und dann halt noch die Magersucht..." Mir ist klar, dass die Möglichkeit besteht, dass der ganze Keller hört, was ich sage, aber es ist mir egal. Sie fragen nach, was ich gesagt hab und zu wem. "Ja, aber ich mein, du kannst ja nix dafür und da kannst du dich ja nicht für hassen.", meint K. Meine Antwort lautet "Na ja, aber ich hab ja die Magersucht, weil ich mich hasse und nicht andersrum" und noch während ich das sage, denke ich darüber nach, was als erstes kam. Erst hungern, dann hassen? Erst hassen, dann hungern? Ich weiß es nicht mehr. K. und L. verstehen es immer noch. Dass man diese Magersuchtsgedanken nicht verstehen kann, bin ich gewohnt, aber ich war bisher davon ausgegangen, dass das irgendwie logisch ist. Und plötzlich fühle ich mich einsam.
"Boah, geil die haben Waffeln!", ruft K. und stellt sich an, L. und ich trotten hinterher. Plötzlich stellt sich Lisa hinter uns an. Ob sie sich eine Waffeln holt? Oder für eine Freundin? Ob sie versucht, gesund zu werden? schießen mir die Gedanken durch den Kopf. Ich beobachte sie heimlich. Stelle fest, dass sie - genau wie ich - den Tick zu haben scheint, die Füße entweder zusammenzustellen oder zu überkreuzen (Um zu testen, ob sich die Oberschenkel trotzdem nicht berühren?). Sie bestellt zwei Waffeln - mindestens eine ist also für jemand anderen - und ich muss lächeln, als ich sehe, dass sie eine der Waffeln isst. Ich bin mir nicht sicher, ob ich stolz auf sie bin, auf eine Fremde. Einerseits bin ich neidisch auf sie, weil sie die Waffel essen kann - ob jetzt mit oder ohne schlechtem Gewissen - und ich nicht, ich hätte schon am liebsten beim Geruch losgeheult, andererseits - so dumm und naiv es klingt, ich weiß es selbst und dafür verabscheue ich die Krankheit - bin ich irgendwie stolz darauf, "besser" als sie zu sein.
In der Schule hab ich mich schier zu Tode gefroren, deswegen ziehe ich nach der Schule einen Pulli an. Eigentlich wollte ich meine "Wohlfühl"-Pulli anziehen, weil es mir immer - wenn auch nur ein kleines bisschen - besser geht, wenn ich ihn anziehe, der Grund dafür ist total übertrieben, aber es ist trotzdem so, aber der Pulli ist leider in der Wäsche. Also wollte ich einen meinen geliebten Wollpullis anziehen und habe dort den Pulli meiner Tante gefunden, den sie mir an Ostern spontan geschenkt hat. Jetzt habe ich eben diesen Pulli an, fühle mich genauso wohl wie in einem "Wohlfühl"-Pulli, was unter anderem am Geruch liebt. Der Geruch meiner Tante ist für mich eine von vielen Definitionen für "Heimat" und ich bin unglaublich froh, sie zu kennen. Irgendwie wollte ich das loswerden.
Heute denke ich besonders viel darüber nach, was ich meinem Körper eigentlich antue. Früher hätten mich solche Gedanken zum Aufhören bewegt, aber inzwischen? Egal ist es mir nicht. Ich will weder mich noch keinen Körper kaputt machen. Ich weiß nur nicht, wie ich damit umgehen soll. Und auch, wenn mich das wahnsinnig macht, weiß ich, dass das besser ist, als eine meiner "Aber genau darauf lege ich es an. Mich und meinen Körper zu zerstören, solange, bis nichts mehr da ist, egal, wie sehr ich dafür leide"-Phasen zu haben. Immer positiv denken, oder wie war das?
Aktuelles Gewicht: 42,x kg
Aktueller BMI: 17,x
1,56 cm
Aktueller BMI: 17,x
1,56 cm
Donnerstag, 15. Mai 2014
Dienstag, 13. Mai 2014
Bulimie (Eventuell triggernd?)
Mein bisheriger "Ohne Essen 'Rekord'" liegt bei 42 Stunden. Ironischerweise war das zur Osterzeit, eine Zeit, die nahezu nach viel Essen schreit. Diese 42 Stunden gefielen mir, genau wie das Zittern, irgendwie wirkte es, als würde sich mein Körper anspannen - und vor Anspannung und nicht wegen der Unterzuckerung zittern - um dann einfach wegzuschweben. Ist das nicht irgendwie der Traum einer jeden Essgestörten, zumindest am Anfang? "Ich will so leicht sein, dass ich fliegen kann."
Jetzt, im Mai, fällt mir schon ziemlich schwer, länger als 15 Stunden auf Essen zu verzichten. Früher hatte ich kein Problem, 24 Stunden ohne Essen aus zukommen, jetzt kommt mir das nahezu unmöglich vor. Ich versuche, wieder an meine "24 Stunden Hungern" zu kommen, denn meine aktuelle Situation macht mir Angst. Ich habe Angst, in die Bulimie abzurutschen. Denn egal, wie schrecklich Magersucht sein mag, ich glaube, dass Magersucht einfacher zu "verstecken" ist als Bulimie, auch, wenn es wahrscheinlich dumm klingt. Ich habe nicht dieses "Menschen mit Bulimie sind schwach"-Denken, denn ich denke, es muss eine Menge dazugehören, um sich zu übergeben, ich denke, es ist schwer, vor allem in der Schule, zu essen und dann aufs Klo zu verschwinden, um dort alles wieder loszuwerden, ohne, dass es den Freunden auffällt und ich glaube, es ist noch schwerer, die Tränen und den Rotz abzuwischen und es "spurlos" "verschwinden zu lassen", nicht mal beim Übergeben Geräusche zu machen, weil immer die Gefahr besteht, dass es jemand hört, einen darauf anspricht. Und genau deswegen habe ich Angst davor, in die Bulimie zu rutschen. In der Schule nicht zu essen ist weniger auffällig. Klar, auf Dauer fällt es auf, aber es gibt genug, die es nicht tun und die nicht essgestört sind, zumindest kenne ich genug, um mir sicher zu sein, dass ich mir nicht irgendwas schön rede, das Ganze nicht wahrhaben will oder irgendwas in der Art.
Jetzt, im Mai, fällt mir schon ziemlich schwer, länger als 15 Stunden auf Essen zu verzichten. Früher hatte ich kein Problem, 24 Stunden ohne Essen aus zukommen, jetzt kommt mir das nahezu unmöglich vor. Ich versuche, wieder an meine "24 Stunden Hungern" zu kommen, denn meine aktuelle Situation macht mir Angst. Ich habe Angst, in die Bulimie abzurutschen. Denn egal, wie schrecklich Magersucht sein mag, ich glaube, dass Magersucht einfacher zu "verstecken" ist als Bulimie, auch, wenn es wahrscheinlich dumm klingt. Ich habe nicht dieses "Menschen mit Bulimie sind schwach"-Denken, denn ich denke, es muss eine Menge dazugehören, um sich zu übergeben, ich denke, es ist schwer, vor allem in der Schule, zu essen und dann aufs Klo zu verschwinden, um dort alles wieder loszuwerden, ohne, dass es den Freunden auffällt und ich glaube, es ist noch schwerer, die Tränen und den Rotz abzuwischen und es "spurlos" "verschwinden zu lassen", nicht mal beim Übergeben Geräusche zu machen, weil immer die Gefahr besteht, dass es jemand hört, einen darauf anspricht. Und genau deswegen habe ich Angst davor, in die Bulimie zu rutschen. In der Schule nicht zu essen ist weniger auffällig. Klar, auf Dauer fällt es auf, aber es gibt genug, die es nicht tun und die nicht essgestört sind, zumindest kenne ich genug, um mir sicher zu sein, dass ich mir nicht irgendwas schön rede, das Ganze nicht wahrhaben will oder irgendwas in der Art.
Heute
Ich glaube, ich habe mit dem letzten Post ein bisschen Verwirrung verursacht. Wir hatten in Physik eine Aufgabe, deren Ergebnis 43 Kilo waren.
Heute war nicht so schlimm, wie gedacht, genauer gesagt, war er überraschend gut. Nicht geheult. Hab es sogar geschafft, zu essen, obwohl ich dachte, dass ich das heute nicht hinkriegen würde.
Ich werde heute zwei Posts veröffentlichen, weil ich irgendwie finde, dass der andere Post hier irgendwie nicht hierhergehört, sondern einen Extrapost "verdient".
Ich will mich übrigens für die letzten Posts, die ein wenig kurz sind, aber zurzeit gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Es sei denn, ihr wollt irgendwas wissen?
Heute war nicht so schlimm, wie gedacht, genauer gesagt, war er überraschend gut. Nicht geheult. Hab es sogar geschafft, zu essen, obwohl ich dachte, dass ich das heute nicht hinkriegen würde.
Ich werde heute zwei Posts veröffentlichen, weil ich irgendwie finde, dass der andere Post hier irgendwie nicht hierhergehört, sondern einen Extrapost "verdient".
Ich will mich übrigens für die letzten Posts, die ein wenig kurz sind, aber zurzeit gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Es sei denn, ihr wollt irgendwas wissen?
Montag, 12. Mai 2014
Wie fühlt sich das eigentlich an?
"Das sind dann 43 Kilogramm". Dreiundvierzig Kilogramm, denke ich, lasse den Gedanken "auf der Zunge zergehen", ehe ich weiterdenke: So viel hab ich noch nie gewogen. Wie sich das wohl anfühlt? Berühren sich da die Beine? Spürt man die Rippen, zumindest, man den Bauch einzieht? Sieht man die Schlüsselbeine? Immerhin das würde Sinn machen, ich meine, bei wie vielen Normalgewichtigen sieht man die Schlüsselbeine mehr als zum Beispiel bei mir? Fühlt man sich das eigentlich schwerer? Sieht man dann noch, wenn sich der Bauch vom Essen aufbläht? Seltsame Essgestörtengedanken am Montagmorgen im Physikunterricht. Besser kann die Woche ja eigentlich nicht starten, oder?
Sonntag, 11. Mai 2014
Selbstmord?
In meinem Kopf hämmern immer wieder die Worte Dienstag und Shiver. Zwischendrin, aber eher selten, die Frage Selbstmord? Die Frage betrifft nicht Shiver, denn auch, wenn sie versucht hatte, sich umzubringen, starb sie nach einer OP. Sie betrifft mich. Innerhalb von ein paar Sekunden schlich sich der Gedanke, mich am Dienstag umzubringen, denselben Todestag wie sie (es gibt zwischen uns eine Art "pseudonyme" Verbindung) zu haben, in mein Gehirn und bisher habe ich es - mehr oder weniger - erfolgreich geschafft, ihn beiseite zu drängen. Ich weiß, dass ich es nicht tun werde. Nicht, weil ich feige oder sonst was wäre, sondern, weil ich irgendwie trotzdem ein bisschen zu sehr an meinem Leben hänge, egal, wie schwer es manchmal zu sein scheint. Selbstmord? Tabletten. Ich habe Kopfschmerzen. Selbstmord? Springen. Plötzlich fühlt sich mein Herz komisch an, ich denke an gestern. Selbstmord? Mein Vater liebt es, schnell Auto zu fahren und als wir dann zur Diamantende Hochzeit gefahren sind, hat er mal wieder ein bisschen übertrieben. Dummerweise war es dann ausgerechnet in einem der Momente, in denen ich das Gefühl hatte, mein Herz rast und gleichzeitig bleibt es stehen, in solchen Momenten fühlt sich mein Herz komisch an. Als mein Vater so gefahren ist, lag mir ein Satz auf der Zunge: Hör auf. Bitte. Hör auf. Ich will nicht übertreiben, aber mein Herz fühlt sich komisch, was, wenn ich 'ne Herzrhythmusstörung habe? Hör endlich auf, so zu rasen, verdammt. der aber - natürlich - unausgesprochen blieb. Mein Herz fühlte sich noch viel seltsamer an, als mein Vater wieder normal fuhr und ich war kurz davor, zu weinen.zu feige dazu wäre, sondern, weil ich dafür nicht "schwach" oder "krank" oder "kaputt" "genug" bin und wenn ich ehrlich bin, bin ich darüber froh. Trotzdem wird der Gedanke immer lauter.
Und genauso fühlt sich mein Herz jetzt an. Rasen und Stoppen gleichzeitig. Seltsam. Komisch. Anders. Falsch. Selbstmord? Allein dieses Wort bereitet mir Angst. Selbstmord
Hoffe ich.
Freitag, 9. Mai 2014
Fett
Mein Blick fällt auf die Muffins. Hunger? Nicht wirklich, nein, aber lecker sehen sie schon aus. "Kannst du mir 50 Cent leihen?" Klar kann ich das, liebend gern sogar, jetzt muss ich mir keine Gedanken mehr um die Muffins machen, mein Geld reicht nicht und die Gefahr, mir meinen "Iss heute wenig, wenn du die Möglichkeit hast, nichts, damit du morgen 'normale' oder 'große' Portionen essen kannst, damit niemand dumme Fragen stellt"-Plan zu versauen, gebannt. Beim Gedanken an die Diamantende Hochzeit wird mir übel, weil ich nicht mal annähernd mein Essen planen kann. Ich mache mir zwar keine Essenspläne, aber ich würde das Ganze trotzdem gerne einschätzen können, weil ich es leid bin, in solchen Situationen danach aufs Klo zu verschwinden und panisch die Kalorien auszurechnen - hierbei ein Dankeschön an die Essstörung - nur, um dann mit einem vor Zahlen schwirrendem Kopf wieder herauszukommen und sich zu fragen Denken sie, ich hab Bulimie? weil ich vermutlich total fertig aussehe.
Plötzlich finde ich mich im Foyer wieder. "Oh wie geil, die haben Kuuchen! Kannst du mir 'n Euro leihen?", fragt K. und grinst. Irgendwie finde ich tatsächlich einen Euro, bin froh, ihn erst jetzt zu finden, sonst hätte ich mir den Muffin vielleicht doch gekauft.
Ich beobachte K. dabei, wie sie ihren Kuchen ist, erkläre L. zum hundersten Mal, dass sie nicht fett ist, unterdrücke den Satz Meine Fresse, du bist nicht fett, okay, wenn einer fett ist, dann ich. immer wieder rechtzeitig, weil ich daran denke, wie L. immer wieder Sachen sagt wie "Du kannst in den Kaffee ja Zucker reinmachen, du kannst dir das gönnen." und ich weiß, worauf das hinauslaufen würde. Plötzlich sagt K. - aus reinem Spaß, dass wissen wir alle - "L., du bist fett.", ehe sie mich ansieht und sagt: "Maike, du auch. Nimm mal ab." Ich gebe ein "Ich weiß. Bin schon dabei, arbeite daran." von mir und grinse, mit dem Wissen, dass ich es todernst meine. Für einen Moment überlege ich, K. zu sagen, dass es vielleicht nicht besonders schlau war, das zu sagen, selbst, wenn es Spaß war, auch, wenn ich weiß, dass sie nicht nachgedacht hat. Aber das ist es ja. Sie hat nicht nachgedacht. Also bin ich still, stehe auf und gehe in's Klassenzimmer, um dort die quälend lange Stunde über mich ergehen zu lassen.
In der zweiten Pause sitzen wir vor'm Klassenzimmer, Ma. boxt mir immer wieder in die Seite und sagt "Ey, die Maike is' voll schmächtig, kummal, die kippt voll weg, alter", während ich das ganze über mich ergehen lassen, zumindest, bis sie sagt "Iss mal mehr.", denn da sage ich einfach nur "Nein." "Nimmal zu" - "Nein." - "Doch, Mann." - "Sammal, was verstehst du an den Wort "Nein" nicht?". Kaum ist diese Konversation beendet, klopft L. mir plötzlich wie blöd auf den Rücken, lacht "Das hört sich voll lustig an", während ich sie mit einem Blick, der eine Mischung aus Unverständnis und Verwirrung ist, ansehe.
In der letzten Stunde fällt mir wieder das Fest morgen ein und wieder einmal wird mir schlecht, werde panisch und in mir ist der Drang, mich solange irgendwo einzusperren, bis dieser und auch der morgige Tag vorbei ist, will alles ohne Essen überstehen.
Heute war einer dieser Tage, an denen es rein essgestörten-technisch richtig schlecht lief und ich frage mich, wie wohl meine Tage noch werden, wenn ich so einen Tag als schlecht bezeichne. Denn ich bin mir sicher, dass noch schlechtere Tagen kommen werden.
Plötzlich finde ich mich im Foyer wieder. "Oh wie geil, die haben Kuuchen! Kannst du mir 'n Euro leihen?", fragt K. und grinst. Irgendwie finde ich tatsächlich einen Euro, bin froh, ihn erst jetzt zu finden, sonst hätte ich mir den Muffin vielleicht doch gekauft.
Ich beobachte K. dabei, wie sie ihren Kuchen ist, erkläre L. zum hundersten Mal, dass sie nicht fett ist, unterdrücke den Satz Meine Fresse, du bist nicht fett, okay, wenn einer fett ist, dann ich. immer wieder rechtzeitig, weil ich daran denke, wie L. immer wieder Sachen sagt wie "Du kannst in den Kaffee ja Zucker reinmachen, du kannst dir das gönnen." und ich weiß, worauf das hinauslaufen würde. Plötzlich sagt K. - aus reinem Spaß, dass wissen wir alle - "L., du bist fett.", ehe sie mich ansieht und sagt: "Maike, du auch. Nimm mal ab." Ich gebe ein "Ich weiß. Bin schon dabei, arbeite daran." von mir und grinse, mit dem Wissen, dass ich es todernst meine. Für einen Moment überlege ich, K. zu sagen, dass es vielleicht nicht besonders schlau war, das zu sagen, selbst, wenn es Spaß war, auch, wenn ich weiß, dass sie nicht nachgedacht hat. Aber das ist es ja. Sie hat nicht nachgedacht. Also bin ich still, stehe auf und gehe in's Klassenzimmer, um dort die quälend lange Stunde über mich ergehen zu lassen.
In der zweiten Pause sitzen wir vor'm Klassenzimmer, Ma. boxt mir immer wieder in die Seite und sagt "Ey, die Maike is' voll schmächtig, kummal, die kippt voll weg, alter", während ich das ganze über mich ergehen lassen, zumindest, bis sie sagt "Iss mal mehr.", denn da sage ich einfach nur "Nein." "Nimmal zu" - "Nein." - "Doch, Mann." - "Sammal, was verstehst du an den Wort "Nein" nicht?". Kaum ist diese Konversation beendet, klopft L. mir plötzlich wie blöd auf den Rücken, lacht "Das hört sich voll lustig an", während ich sie mit einem Blick, der eine Mischung aus Unverständnis und Verwirrung ist, ansehe.
In der letzten Stunde fällt mir wieder das Fest morgen ein und wieder einmal wird mir schlecht, werde panisch und in mir ist der Drang, mich solange irgendwo einzusperren, bis dieser und auch der morgige Tag vorbei ist, will alles ohne Essen überstehen.
Heute war einer dieser Tage, an denen es rein essgestörten-technisch richtig schlecht lief und ich frage mich, wie wohl meine Tage noch werden, wenn ich so einen Tag als schlecht bezeichne. Denn ich bin mir sicher, dass noch schlechtere Tagen kommen werden.
Donnerstag, 8. Mai 2014
Alles nur eine Phase
So, tut mir erstmal leid, dass ich mich gestern nicht gemeldet hab, aber die OP war echt anstrengend.
Vor der OP war meine Mutter mit mir "Beruhigungs-Shoppen" und dort habe ich kurz ein Mädchen gesehen, bei dem ich nur einen Gedanken hatte: Calla. Es hätte von der Größe gepasst, das Gesicht, die Haare, sogar die Piercings haben - soweit ich die in Erinnerung habe - gepasst, die Figur...keine Ahnung, ob das auch übereingestimmt hat, sie hatte weite Klamotten an, die alles ein wenig "versteckt" haben. Für einen kurzen, winzigen Moment habe ich darüber nachgedacht, sie anzusprechen. Aber was hätte ich sagen sollen? "Calla"? Es ist nicht mal ihr echter Name. Und wie wahrscheinlich ist es schon, dass sie in unserer Stadt ist, in einem völlig anderem Bundesland? Nicht wirklich groß. Trotzdem denke ich immer wieder darüber nach, denn auch, wenn ich das Mädchen vielleicht nur fünf Sekunden gesehen habe, hat sich das alles so in mein Gehirn eingebrannt, genauso der Gedanke: "Du hättest sie ja trotzdem ansprechen können!" Jetzt ist es zu spät und ich muss mich mit der Erinnerung und der Unwissenheit zufrieden geben. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch besser so.
Ich hatte mich gefreut, als es hieß, dass ich darauf achten soll, keine harten Sachen zu essen, denn das bedeutet: Suppe und (klein geriebenes) Obst, was wiederum wenige Kalorien bedeutet - dachte ich, aber dann hat meine Mutter Croissants und Einback gekauft. Warum muss das Zeug auch so viele Kalorien haben? Na ja, ich durfte mich gestern und heute nicht anstrengen, bin aber heute, als es mir besser ging, 'ne Viertelstunde mit dem Hund raus, weil ich sonst durchgedreht wäre. Sport an sich darf ich eine Woche lang nicht machen. Sprich: Keine "Schnupperstunde" am Montag, keine Workouts - das bedeutet, dass ich längere Spaziergänge machen "muss", um meine Kalorien zu verbrennen - in meinem Zimmer und kein Schulsport. Dass ich keinen Schulsport machen darf, macht mir nicht wirklich viel aus, dass ich keine Workouts machen kann, lässt mich schier wahnsinnig werden und ob ich mich darüber freuen soll, dass ich am Montag nicht zum Tanzen kann, weiß ich nicht.
Vorhin im Radio wurde erwähnt, dass immer mehr Mädchen an Essstörungen erkranken und in's Krankenhaus müssen, "die Experten sprechen von alarmierenden Zahlen" und "jedes vierte bulimiekranke oder magersüchtige Mädchen unter 15 Jahren muss in's Krankenhaus". Warum auch immer fühlte ich mich erwischt, hatte ein schlechtes Gewissen und wollte weinen. Die Tatsache, dass ich fünf Minuten vorher noch an die Untersuchung, die bereits in 18 Tagen ist, und die Reaktion meiner Mutter auf den Satz "Ihre Tochter ist (vermutlich?) magersüchtig" der Ärztin gedacht habe, macht es nicht besser, weil ich alle möglichen Szenarien durchgegangen bin. Und wieder einmal hat mich die Angst gepackt. Ich wünschte, dass dieses "Ich muss hungern, darf nicht essen, ich wiege zu viel"-Denken nur eine Phase war, mehr nicht. Aber ich denke, dafür ist es zu spät. Dafür mach ich das alles zu lange mit, um zu sagen, das sei alles nur eine Phase. Oder?
Vor der OP war meine Mutter mit mir "Beruhigungs-Shoppen" und dort habe ich kurz ein Mädchen gesehen, bei dem ich nur einen Gedanken hatte: Calla. Es hätte von der Größe gepasst, das Gesicht, die Haare, sogar die Piercings haben - soweit ich die in Erinnerung habe - gepasst, die Figur...keine Ahnung, ob das auch übereingestimmt hat, sie hatte weite Klamotten an, die alles ein wenig "versteckt" haben. Für einen kurzen, winzigen Moment habe ich darüber nachgedacht, sie anzusprechen. Aber was hätte ich sagen sollen? "Calla"? Es ist nicht mal ihr echter Name. Und wie wahrscheinlich ist es schon, dass sie in unserer Stadt ist, in einem völlig anderem Bundesland? Nicht wirklich groß. Trotzdem denke ich immer wieder darüber nach, denn auch, wenn ich das Mädchen vielleicht nur fünf Sekunden gesehen habe, hat sich das alles so in mein Gehirn eingebrannt, genauso der Gedanke: "Du hättest sie ja trotzdem ansprechen können!" Jetzt ist es zu spät und ich muss mich mit der Erinnerung und der Unwissenheit zufrieden geben. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch besser so.
Ich hatte mich gefreut, als es hieß, dass ich darauf achten soll, keine harten Sachen zu essen, denn das bedeutet: Suppe und (klein geriebenes) Obst, was wiederum wenige Kalorien bedeutet - dachte ich, aber dann hat meine Mutter Croissants und Einback gekauft. Warum muss das Zeug auch so viele Kalorien haben? Na ja, ich durfte mich gestern und heute nicht anstrengen, bin aber heute, als es mir besser ging, 'ne Viertelstunde mit dem Hund raus, weil ich sonst durchgedreht wäre. Sport an sich darf ich eine Woche lang nicht machen. Sprich: Keine "Schnupperstunde" am Montag, keine Workouts - das bedeutet, dass ich längere Spaziergänge machen "muss", um meine Kalorien zu verbrennen - in meinem Zimmer und kein Schulsport. Dass ich keinen Schulsport machen darf, macht mir nicht wirklich viel aus, dass ich keine Workouts machen kann, lässt mich schier wahnsinnig werden und ob ich mich darüber freuen soll, dass ich am Montag nicht zum Tanzen kann, weiß ich nicht.
Vorhin im Radio wurde erwähnt, dass immer mehr Mädchen an Essstörungen erkranken und in's Krankenhaus müssen, "die Experten sprechen von alarmierenden Zahlen" und "jedes vierte bulimiekranke oder magersüchtige Mädchen unter 15 Jahren muss in's Krankenhaus". Warum auch immer fühlte ich mich erwischt, hatte ein schlechtes Gewissen und wollte weinen. Die Tatsache, dass ich fünf Minuten vorher noch an die Untersuchung, die bereits in 18 Tagen ist, und die Reaktion meiner Mutter auf den Satz "Ihre Tochter ist (vermutlich?) magersüchtig" der Ärztin gedacht habe, macht es nicht besser, weil ich alle möglichen Szenarien durchgegangen bin. Und wieder einmal hat mich die Angst gepackt. Ich wünschte, dass dieses "Ich muss hungern, darf nicht essen, ich wiege zu viel"-Denken nur eine Phase war, mehr nicht. Aber ich denke, dafür ist es zu spät. Dafür mach ich das alles zu lange mit, um zu sagen, das sei alles nur eine Phase. Oder?
Dienstag, 6. Mai 2014
Tanzen
(Ich habe beschlossen, das Gewicht, BMI usw-Zeugs wegzulassen, weil mir - nach so langer Zeit - in den Sinn kam, dass da ja triggern könnte (schlaues Maike), aber vielleicht werde ich es ab und zu in meine Posts einbauen, mal sehen.)
Der Tag heute war okay, ich habe heute etwas mehr gegessen, wegen der Zahn-OP morgen, weil ich befürchte, dass ich morgen nichts oder nur sehr wenig "nahrhaftes" essen kann und wollte "vorsorgen", damit der Fressanfall, den ich am Donnerstag erwarte, nicht allzu groß wird. Macht das Sinn? Ich glaube schon.
In der Schule stand ich morgens in Mathe kurz vor'm Zusammenbruch und währenddessen hab ich mich gefragt, warum ich dieses Gefühl in letzter Zeit immer in den ersten beiden Stunden habe, denn nach der Pause ist dieser "Los, brich zusammen, heul alles aus dir und scheiß drauf, ob du dich vor der Klassen blamierst"-Drang verschwunden. Weiß einer von euch zufällig, woran das liegen könnte?
Meine Rippen tun inzwischen nicht mehr ganz so weh, es gibt sogar Stunden, in denen die Schmerzen komplett weg sind, mit meiner Mutter werde ich trotzdem darüber reden, weil mich das trotzdem ziemlich beunruhigt.
Ich hatte ja gestern erwähnt, dass ich am 13. eine Deutscharbeit schreiben werde, die wurde aber glücklicherweise verlegt. Gott, war ich froh, als unsere Lehrerin uns das mitgeteilt hat.
Außerdem war ich heute wieder mal im Ballettstudio, in dem ich früher getanzt habe. Das letzte Mal war ich dort um Weihnachten rum, also vor gut einem halben Jahr und ich denke, ich werde wieder mit dem Tanzen anfangen (diese Ironie, wo der Stereotyp einer Ballerina anscheinend immer noch als "magersüchtig" eingestuft wird. Dabei bin ich nicht krank, weil ich tanze.). Irgendwie vermisse ich es total, obwohl ich nie gedacht hätte, dass es mir nach 1 1/2 Jahren schon fehlen würde. Am Montag habe ich dann meine "Fängst du wieder an?"-'Schnupperstunde' und ich weiß nicht genau, ob ich mich freuen soll. Ich werde ungefähr die Hälfte der Gruppe kennen, weil das meine alte Tanzklasse war, bevor sie wegen der wenigen Mädchen aufgelöst und neu aufgeteilt wurde, die andere Hälfte werde ich - wenn überhaupt - nur vom Sehen kennen und sowas macht mich total nervös. Wenn es nur meine alte Tanzklasse wäre, wäre das wahrscheinlich vollkommen okay. Klar, ich würde mich fragen, ob ihnen mein "Tausche Fett gegen Muskeln"-'Wandel' aufgefallen war, aber ich denke, dass ich mich nach ein paar Minuten wieder wohl fühlen würde. Aber jetzt sind andere, fremde dabei, das bedeutet, dass ich sie nicht einschätzen kann. Bei den mir bekannten Mädchen werde ich vermutlich merken, wer sich insgesamt verbessert hat und wer nicht, bei den anderen funktioniert das nicht und das macht mich irgendwie total irre. Denn das bedeutet Druck.
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich immer noch nicht, warum ich gefragt habe, ob ich wieder tanzen könne, denn eigentlich wollte ich das erst in Erwägung ziehen, wenn ich - so dumm es vielleicht klingen mag - 36 oder 35 Kilo erreicht habe, als Belohnung. Aber vielleicht ist es wegen dem Druck. Besser. Perfekter. Ich erinnere mich an die anderen Mädchen, mit denen ich getanzt habe. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass sie dünner seien und das war, bevor ich mich gestört wahrgenommen habe. Klar, in 1 1/2 Jahren kann sich eine Menge ändern. Mehr Brust, generell verändert sich der Körper, trotzdem werde ich wahrscheinlich immer das Gefühl haben, dass sie dünner sein werden als ich, selbst, wenn sie C-Körbchen haben und ich "gerade mal" A, selbst, wenn ich sehe, dass sich ihre Beine berühren und meine nicht, denn in meinem Kopf wird - wie ich befürchte - nur ein Gedanke sein: Sie haben Muskeln. Das sind alles NUR Muskeln. Da ist kein bisschen Fett dran. Du hast auch Muskeln, ja, aber Fett ist das immer noch etwas, da bringt dir auch so 'ne Lücke nichts. Aber ich vielleicht brauche ich diesen Druck, um die Stimme in meinem Kopf zufrieden zu stellen. Ich weiß es nicht, wenn ich ehrlich bin und wahrscheinlich hört das ganze total dumm und sinnlos an.
Aber einfach mal angenommen, meine Gedanken werden wirklich so sein, wie oben beschrieben und ich weiß von vorneherein, dass mir das auf Dauer schaden wird, werde ich nach der 'Schnupperstunde' heimgehen und sagen, dass ich nicht tanzen will. Oder so. Keine Ahnung, ich bin irgendwie gerade ein wenig verwirrt.
Ansonsten wollte ich mich allgemein bei euren Kommentaren bedanken und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau, was ich fühlen soll, wenn ich lese, dass ihr euch Sorgen um mich (ge)macht (habt), denn ich mag vielleicht einiges "verursachen", wenn ich hier blogge (Wut, Trauer, Verwirrung, etc.), aber Sorgen? Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich das wert bin. Normalerweise würde ich sowas nicht schreiben, sondern diesen Gedanken einfach für mich behalten, aber er musste raus, tut mir leid.
Der Tag heute war okay, ich habe heute etwas mehr gegessen, wegen der Zahn-OP morgen, weil ich befürchte, dass ich morgen nichts oder nur sehr wenig "nahrhaftes" essen kann und wollte "vorsorgen", damit der Fressanfall, den ich am Donnerstag erwarte, nicht allzu groß wird. Macht das Sinn? Ich glaube schon.
In der Schule stand ich morgens in Mathe kurz vor'm Zusammenbruch und währenddessen hab ich mich gefragt, warum ich dieses Gefühl in letzter Zeit immer in den ersten beiden Stunden habe, denn nach der Pause ist dieser "Los, brich zusammen, heul alles aus dir und scheiß drauf, ob du dich vor der Klassen blamierst"-Drang verschwunden. Weiß einer von euch zufällig, woran das liegen könnte?
Meine Rippen tun inzwischen nicht mehr ganz so weh, es gibt sogar Stunden, in denen die Schmerzen komplett weg sind, mit meiner Mutter werde ich trotzdem darüber reden, weil mich das trotzdem ziemlich beunruhigt.
Ich hatte ja gestern erwähnt, dass ich am 13. eine Deutscharbeit schreiben werde, die wurde aber glücklicherweise verlegt. Gott, war ich froh, als unsere Lehrerin uns das mitgeteilt hat.
Außerdem war ich heute wieder mal im Ballettstudio, in dem ich früher getanzt habe. Das letzte Mal war ich dort um Weihnachten rum, also vor gut einem halben Jahr und ich denke, ich werde wieder mit dem Tanzen anfangen (diese Ironie, wo der Stereotyp einer Ballerina anscheinend immer noch als "magersüchtig" eingestuft wird. Dabei bin ich nicht krank, weil ich tanze.). Irgendwie vermisse ich es total, obwohl ich nie gedacht hätte, dass es mir nach 1 1/2 Jahren schon fehlen würde. Am Montag habe ich dann meine "Fängst du wieder an?"-'Schnupperstunde' und ich weiß nicht genau, ob ich mich freuen soll. Ich werde ungefähr die Hälfte der Gruppe kennen, weil das meine alte Tanzklasse war, bevor sie wegen der wenigen Mädchen aufgelöst und neu aufgeteilt wurde, die andere Hälfte werde ich - wenn überhaupt - nur vom Sehen kennen und sowas macht mich total nervös. Wenn es nur meine alte Tanzklasse wäre, wäre das wahrscheinlich vollkommen okay. Klar, ich würde mich fragen, ob ihnen mein "Tausche Fett gegen Muskeln"-'Wandel' aufgefallen war, aber ich denke, dass ich mich nach ein paar Minuten wieder wohl fühlen würde. Aber jetzt sind andere, fremde dabei, das bedeutet, dass ich sie nicht einschätzen kann. Bei den mir bekannten Mädchen werde ich vermutlich merken, wer sich insgesamt verbessert hat und wer nicht, bei den anderen funktioniert das nicht und das macht mich irgendwie total irre. Denn das bedeutet Druck.
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich immer noch nicht, warum ich gefragt habe, ob ich wieder tanzen könne, denn eigentlich wollte ich das erst in Erwägung ziehen, wenn ich - so dumm es vielleicht klingen mag - 36 oder 35 Kilo erreicht habe, als Belohnung. Aber vielleicht ist es wegen dem Druck. Besser. Perfekter. Ich erinnere mich an die anderen Mädchen, mit denen ich getanzt habe. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass sie dünner seien und das war, bevor ich mich gestört wahrgenommen habe. Klar, in 1 1/2 Jahren kann sich eine Menge ändern. Mehr Brust, generell verändert sich der Körper, trotzdem werde ich wahrscheinlich immer das Gefühl haben, dass sie dünner sein werden als ich, selbst, wenn sie C-Körbchen haben und ich "gerade mal" A, selbst, wenn ich sehe, dass sich ihre Beine berühren und meine nicht, denn in meinem Kopf wird - wie ich befürchte - nur ein Gedanke sein: Sie haben Muskeln. Das sind alles NUR Muskeln. Da ist kein bisschen Fett dran. Du hast auch Muskeln, ja, aber Fett ist das immer noch etwas, da bringt dir auch so 'ne Lücke nichts. Aber ich vielleicht brauche ich diesen Druck, um die Stimme in meinem Kopf zufrieden zu stellen. Ich weiß es nicht, wenn ich ehrlich bin und wahrscheinlich hört das ganze total dumm und sinnlos an.
Aber einfach mal angenommen, meine Gedanken werden wirklich so sein, wie oben beschrieben und ich weiß von vorneherein, dass mir das auf Dauer schaden wird, werde ich nach der 'Schnupperstunde' heimgehen und sagen, dass ich nicht tanzen will. Oder so. Keine Ahnung, ich bin irgendwie gerade ein wenig verwirrt.
Ansonsten wollte ich mich allgemein bei euren Kommentaren bedanken und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht genau, was ich fühlen soll, wenn ich lese, dass ihr euch Sorgen um mich (ge)macht (habt), denn ich mag vielleicht einiges "verursachen", wenn ich hier blogge (Wut, Trauer, Verwirrung, etc.), aber Sorgen? Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich das wert bin. Normalerweise würde ich sowas nicht schreiben, sondern diesen Gedanken einfach für mich behalten, aber er musste raus, tut mir leid.
Montag, 5. Mai 2014
Ich bin zurück
05.05.14
Gewicht: 37,0
BMI: 15,2
Eingenommene Kalorien: 180
Verbrannte Kalorien: 406
Restliche Kalorien: 0
Es geht mir schlecht.
Eigentlich wollte ich nach meiner Bloggerpause - zu der mich endlich durchgerungen hatte - beenden, wenn es mir besser geht, aber zurzeit fehlt mir das bloggen total, was eben auch mit dem ersten Satz zusammenhängt.
Ich könnte jetzt von einem Klinikaufenthalt, einem Zusammenbruch und einer kurzen Zeit in einem Krankenhaus erzählen oder irgendwas in die Richtung erzählen. Aber das wäre gelogen.
Bei dem Satz "Es geht mir schlecht" geht es eher weniger um meine Essstörung, trotzdem möchte ich auch von dem Bruchteil, der darin mitspielt, nicht unerwähnt lassen, gehört ja irgendwie zu meinem Leben dazu. Leider.
Als erstes: Ich hatte in letzter Zeit verhältnismäßig viele Fressanfälle, aber inzwischen krieg ich das wieder in den Griff, glaube ich. Allerdings schmerzt seit einer Woche schon meine linken Rippenseite. Anfangs dachte ich - Macht der Gewohnheit - dass es vielleicht am Wachstum liegen könnte, bis mir einfiel, dass ich ja vielleicht gar nicht mehr wachsen werden, deswegen wollte ich googlen, ob sowas vielleicht von Mangelernährung kommen könnte, bin allerdings darauf gestoßen, dass dies durch Herzprobleme (und ich glaube, noch irgendwas mit der Bauchspeicheldrüse) verursacht werden könnte und das hat mir ziemlich Angst gemacht. Ich wollte mit meiner Mutter darüber sprechen, bin bis jetzt aber noch nicht dazu gekommen, allerdings werde ich es spätestens am Mittwoch ansprechen, weil ich dann 'ne Zahn-OP hab und früher von der Schule gehen muss und dementsprechend bleibt mir genug "freie" Zeit mit meiner Mutter.
Nun zum anderen Teil: Am 13. Mai letzten Jahres starb Shiver (ich glaube, ich hab sie irgendwann mal erwähnt?) und eigentlich dachte ich, dass ich "nur" am 13 total fertig sein würde, aber anscheinend ist das nicht. Mit jedem Tag, der verstreicht und mich dem 13. näher bringt, habe ich das Gefühl, dass es mir schlechter geht(, was auch dazu führt, dass ich zum einen in den letzten paar Tage so lange wie schon lange
nicht mehr geweint habe und zum anderen keinen richtigen Hunger habe, was dann wahrscheinlich demnächst einen Fressanfall zur Folge hat). Vielleicht ist es nur Einbildung, vielleicht steiger ich mich da rein, ich weiß es nicht. Ich weiß, sie könnte ein Fake gewesen sein, das Risiko besteht immer, aber trotzdem habe ich einen Menschen verloren, egal, ob er existiert hat oder nicht. Der Gedanke daran bringt sich seit Tagen in der Schule fast zum Heulen und ich frage mich, was am 13. passieren soll? Soll ich mich dann heulend in die Klassenarbeit setzen? Oder wird mir das ganze aufs Gemüt schlagen und ich werde mich in der Nacht vorher (fast) übergeben, so ist das ständig, wenn mich Dinge so belasten. Ich denke, ich muss abwarten, auch, wenn mich das total verunsichert.
Ansonsten...Ich weiß nicht, ob meine Mutter vor ein paar Tagen meine "Fressanfall-Box" (in der nicht nur jede Menge Essen, sondern auch meine kaputte Waage und mein Ordner, in dem ich "Essstörungs-Gedanken" festgehalten habe) gefunden hat. Ich hab letztens ein Buch, das ich zu Ostern bekommen habe, gefunden, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es zufällig reingerutscht ist, als ich sämtliche Ostersüßigkeiten reingeworfen hatte, oder ob meine Mutter es dort reingelegt hatte. Ich hoffe, dass letzteres nicht zutrifft, aber falls doch, hat sie mich nicht darauf angesprochen.
Gestern war die Kommunionfeier meines Großcousins und dort gab es eben viel Essen. Ich hatte extra am Sonntag weniger gegessen, damit ich hungrig war und "normale" Portionen essen würde, was anscheinend funktioniert hat und ich hatte nicht mal ein schlechtes Gewissen. Zumindest solange, bis mein Vater plötzlich meinte: "Ich freu mich" und auf meinen Teller sah. Als ich ihn verwundert "Warum?" fragte, antwortete er mit "Weil du isst", was mir einen totalen Schreck einjagte. Vielleicht war es doch meine Mutter, die das Buch in meine Box gelegt, Verdacht geschöpft und mit meinem Vater darüber gesprochen hatte? Aber der Gedanke verflog mit einem Wort, was mein Vater lachend von sich gab: "Mastfutter" (dieser Kommentar war besonders...unpassend, da ich immer noch "Massentierhaltung" in der Schule durchnehme und mich das, warum auch immer, etwas triggert). Ich starrte ihn an und zog für einen Moment in Erwägung, nicht einfach aufzustehen und zu gehen (in diesem Moment war mir alles andere egal, im Nachhinein wäre es alles andere als peinlich gewesen), aber gerade, als ich meine Muskeln anspannte, um aufzustehen, schlug mein Vater sich die Hände vor den Mund und sagte: "Tschuldige, mein Schatz, das war echt nicht nett von mir", was ich mit einem Nicken und einem Grinsen (warum auch immer) abtat und weiteraß. Ich höre und lese oft, dass Magersüchtige sehr langsam essen, ich hingegeben, esse recht schnell, weil ich den Anblick vom Essen, der noch in mich hinein muss, nicht ertrage, aber nach diesem Moment aß ich dann langsamer. Und damit meine ich sehr viel langsamer, dieses eine Mal war's okay, ich denke, ein oder zwei Mal öfter könnte ich das sogar nochmal tun, aber Dauer? Keine Chance. Vielleicht ist das ja gut? Vielleicht wird mir damit das "Iss in einer bestimmten Zeit dies und jenes" ein bisschen leichter fallen, sollte ich jemals in eine Klinik kommen (soweit ich das weiß, gibt es so in (manchen?) Kliniken...), was ich nicht hoffe.
Ich werde mich in den nächsten paar Tagen dann mit euren Blogs beschäftigen, allerdings wird das eine ganze Weile dauern, glaube ich, haha.
Gewicht: 37,0
BMI: 15,2
Eingenommene Kalorien: 180
Verbrannte Kalorien: 406
Restliche Kalorien: 0
Es geht mir schlecht.
Eigentlich wollte ich nach meiner Bloggerpause - zu der mich endlich durchgerungen hatte - beenden, wenn es mir besser geht, aber zurzeit fehlt mir das bloggen total, was eben auch mit dem ersten Satz zusammenhängt.
Ich könnte jetzt von einem Klinikaufenthalt, einem Zusammenbruch und einer kurzen Zeit in einem Krankenhaus erzählen oder irgendwas in die Richtung erzählen. Aber das wäre gelogen.
Bei dem Satz "Es geht mir schlecht" geht es eher weniger um meine Essstörung, trotzdem möchte ich auch von dem Bruchteil, der darin mitspielt, nicht unerwähnt lassen, gehört ja irgendwie zu meinem Leben dazu. Leider.
Als erstes: Ich hatte in letzter Zeit verhältnismäßig viele Fressanfälle, aber inzwischen krieg ich das wieder in den Griff, glaube ich. Allerdings schmerzt seit einer Woche schon meine linken Rippenseite. Anfangs dachte ich - Macht der Gewohnheit - dass es vielleicht am Wachstum liegen könnte, bis mir einfiel, dass ich ja vielleicht gar nicht mehr wachsen werden, deswegen wollte ich googlen, ob sowas vielleicht von Mangelernährung kommen könnte, bin allerdings darauf gestoßen, dass dies durch Herzprobleme (und ich glaube, noch irgendwas mit der Bauchspeicheldrüse) verursacht werden könnte und das hat mir ziemlich Angst gemacht. Ich wollte mit meiner Mutter darüber sprechen, bin bis jetzt aber noch nicht dazu gekommen, allerdings werde ich es spätestens am Mittwoch ansprechen, weil ich dann 'ne Zahn-OP hab und früher von der Schule gehen muss und dementsprechend bleibt mir genug "freie" Zeit mit meiner Mutter.
Nun zum anderen Teil: Am 13. Mai letzten Jahres starb Shiver (ich glaube, ich hab sie irgendwann mal erwähnt?) und eigentlich dachte ich, dass ich "nur" am 13 total fertig sein würde, aber anscheinend ist das nicht. Mit jedem Tag, der verstreicht und mich dem 13. näher bringt, habe ich das Gefühl, dass es mir schlechter geht(, was auch dazu führt, dass ich zum einen in den letzten paar Tage so lange wie schon lange
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Ansonsten...Ich weiß nicht, ob meine Mutter vor ein paar Tagen meine "Fressanfall-Box" (in der nicht nur jede Menge Essen, sondern auch meine kaputte Waage und mein Ordner, in dem ich "Essstörungs-Gedanken" festgehalten habe) gefunden hat. Ich hab letztens ein Buch, das ich zu Ostern bekommen habe, gefunden, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es zufällig reingerutscht ist, als ich sämtliche Ostersüßigkeiten reingeworfen hatte, oder ob meine Mutter es dort reingelegt hatte. Ich hoffe, dass letzteres nicht zutrifft, aber falls doch, hat sie mich nicht darauf angesprochen.
Gestern war die Kommunionfeier meines Großcousins und dort gab es eben viel Essen. Ich hatte extra am Sonntag weniger gegessen, damit ich hungrig war und "normale" Portionen essen würde, was anscheinend funktioniert hat und ich hatte nicht mal ein schlechtes Gewissen. Zumindest solange, bis mein Vater plötzlich meinte: "Ich freu mich" und auf meinen Teller sah. Als ich ihn verwundert "Warum?" fragte, antwortete er mit "Weil du isst", was mir einen totalen Schreck einjagte. Vielleicht war es doch meine Mutter, die das Buch in meine Box gelegt, Verdacht geschöpft und mit meinem Vater darüber gesprochen hatte? Aber der Gedanke verflog mit einem Wort, was mein Vater lachend von sich gab: "Mastfutter" (dieser Kommentar war besonders...unpassend, da ich immer noch "Massentierhaltung" in der Schule durchnehme und mich das, warum auch immer, etwas triggert). Ich starrte ihn an und zog für einen Moment in Erwägung, nicht einfach aufzustehen und zu gehen (in diesem Moment war mir alles andere egal, im Nachhinein wäre es alles andere als peinlich gewesen), aber gerade, als ich meine Muskeln anspannte, um aufzustehen, schlug mein Vater sich die Hände vor den Mund und sagte: "Tschuldige, mein Schatz, das war echt nicht nett von mir", was ich mit einem Nicken und einem Grinsen (warum auch immer) abtat und weiteraß. Ich höre und lese oft, dass Magersüchtige sehr langsam essen, ich hingegeben, esse recht schnell, weil ich den Anblick vom Essen, der noch in mich hinein muss, nicht ertrage, aber nach diesem Moment aß ich dann langsamer. Und damit meine ich sehr viel langsamer, dieses eine Mal war's okay, ich denke, ein oder zwei Mal öfter könnte ich das sogar nochmal tun, aber Dauer? Keine Chance. Vielleicht ist das ja gut? Vielleicht wird mir damit das "Iss in einer bestimmten Zeit dies und jenes" ein bisschen leichter fallen, sollte ich jemals in eine Klinik kommen (soweit ich das weiß, gibt es so in (manchen?) Kliniken...), was ich nicht hoffe.
Ich werde mich in den nächsten paar Tagen dann mit euren Blogs beschäftigen, allerdings wird das eine ganze Weile dauern, glaube ich, haha.
Dienstag, 22. April 2014
Schmerzen und XXS
22.04.14
Gewicht: 37,3
BMI: 15,3
Eingenommene Kalorien: 150
Verbrannte Kalorien: 1925
Restliche Kalorien: 0
Ich stecke mir langsam den Löffel mit dem halb zermatschen Kloß in den Mund.
Schlucke runter.
Meine Rippen schmerzen.
Es fühlt sich an, als ob sie sich zusammenziehen und das Essen festhalten wollten.
Dabei ist es längst in meinem Magen.
Und so geht es weiter.
Mit jedem Bissen wird es schlimmer.
Ich will aufhören.
Will die Schmerzen nicht haben.
Habe ja nicht mal Hunger.
Aber sie dürfen nichts merken.
Also esse ich weiter.
"Leide" weiter, wenn man es so nennen will.
Ich bin fertig.
Meine Rippen schmerzen immer noch.
Wenn ich laufe, ist es nicht ganz so schlimm.
Bewegung hilft gegen die Schmerzen.
Sport ist dran.
Sit Ups.
Es fühlt sich an, als ob mein Steißbein völlig abgescheuert wäre.
Es brennt, schmerzt.
Wenn ich abgenommen hätte, würde ich annehmen, man würde meine Knochen mehr sehen.
Aber ich habe zugenommen.
Was also ist das?
Warum heute und nicht gestern?
Danach shoppen.
Keine Schmerzen.
XS ist mir zu groß.
Zu groß. Wow.
Irgendwie bin ich stolz auf mich.
Trotz Gewichtszunahme.
XXS passt, ist mir sogar auch ein bisschen zu groß, aber es stört nicht.
Wenn ich weiter abnehme, hab ich bald Probleme, Klamotten zu finden.
Aber egal.
Das macht mir nichts.
Nicht in diesem Moment.
Stolz.
Und es geht weiter.
Kein Essen.
Stolz.
Milchkaffe. Das erste Mal.
Ich weiß nicht, wie viele Kalorien das hat, aber wenige auf jeden Fall.
Stolz.
Trinke es nur zur Hälfte, es schmeckt nicht.
Stolz.
Es schmeckt ohne Zucker nicht.
Stolz. Stolz. Stolz.
Zuhause mit Zucker auch nicht.
Wunderbar.
Ich kippe ihn weg, was anderes bleibt mir leider nicht übrig.
Aber der Kaffee hat meinen Hunger geweckt.
Ich will essen.
Entscheide mich für zwei Äpfel, die zählen nicht.
Im Großen und Ganzen mag ich den Tag, trotz der Rippenschmerzen.
In meinem Kopf sind nur 3 Buchstaben:
XXS
Gewicht: 37,3
BMI: 15,3
Eingenommene Kalorien: 150
Verbrannte Kalorien: 1925
Restliche Kalorien: 0
Ich stecke mir langsam den Löffel mit dem halb zermatschen Kloß in den Mund.
Schlucke runter.
Meine Rippen schmerzen.
Es fühlt sich an, als ob sie sich zusammenziehen und das Essen festhalten wollten.
Dabei ist es längst in meinem Magen.
Und so geht es weiter.
Mit jedem Bissen wird es schlimmer.
Ich will aufhören.
Will die Schmerzen nicht haben.
Habe ja nicht mal Hunger.
Aber sie dürfen nichts merken.
Also esse ich weiter.
"Leide" weiter, wenn man es so nennen will.
Ich bin fertig.
Meine Rippen schmerzen immer noch.
Wenn ich laufe, ist es nicht ganz so schlimm.
Bewegung hilft gegen die Schmerzen.
Sport ist dran.
Sit Ups.
Es fühlt sich an, als ob mein Steißbein völlig abgescheuert wäre.
Es brennt, schmerzt.
Wenn ich abgenommen hätte, würde ich annehmen, man würde meine Knochen mehr sehen.
Aber ich habe zugenommen.
Was also ist das?
Warum heute und nicht gestern?
Danach shoppen.
Keine Schmerzen.
XS ist mir zu groß.
Zu groß. Wow.
Irgendwie bin ich stolz auf mich.
Trotz Gewichtszunahme.
XXS passt, ist mir sogar auch ein bisschen zu groß, aber es stört nicht.
Wenn ich weiter abnehme, hab ich bald Probleme, Klamotten zu finden.
Aber egal.
Das macht mir nichts.
Nicht in diesem Moment.
Stolz.
Und es geht weiter.
Kein Essen.
Stolz.
Milchkaffe. Das erste Mal.
Ich weiß nicht, wie viele Kalorien das hat, aber wenige auf jeden Fall.
Stolz.
Trinke es nur zur Hälfte, es schmeckt nicht.
Stolz.
Es schmeckt ohne Zucker nicht.
Stolz. Stolz. Stolz.
Zuhause mit Zucker auch nicht.
Wunderbar.
Ich kippe ihn weg, was anderes bleibt mir leider nicht übrig.
Aber der Kaffee hat meinen Hunger geweckt.
Ich will essen.
Entscheide mich für zwei Äpfel, die zählen nicht.
Im Großen und Ganzen mag ich den Tag, trotz der Rippenschmerzen.
In meinem Kopf sind nur 3 Buchstaben:
XXS
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